|
Jessye Norman - The Amazing
Voice auf Tournee
Insgesamt sechs Termine in Deutschland und der Schweiz-Karten
ab sofort erhältlich
Jessye Norman ist eine der herausragenden Sängerinnen
unserer Zeit und wird seit fast 40 Jahren auf der ganzen
Welt enthusiastisch gefeiert. "Sie zählt zu
jenen Sängerpersönlichkeiten, wie sie nur
einmal in jeder Generation auftreten", heißt
es in einer Rezension über sie, die New York Times
nannte sie schlicht The Amazing Voice, von
der Süddeutschen Zeitung wurde sie als "Megadonna
des Gesangs" bezeichnet. Im Frühling 2006
präsentiert die legendäre amerikanische Sopranistin
ihr Programm "Between Love and Loss" mit Liedern
von Gustav Mahler, Richard Strauss, Arnold Schönberg,
Hector Berlioz und Maurice Ravel (Programmänderungen
vorbehalten). Jessye Norman wird am Flügel begleitet
von Mark Markham. Premiere ist am 19.04. in der Berliner
Philharmonie, es folgen Konzerte in Düsseldorf
(23.04., Tonhalle), München (01.05., Philharmonie),
Frankfurt (05.05., Alte Oper), Hamburg (09.05., Laeiszhalle
- Musikhalle) sowie ein Termin im schweizerischen Luzern
(12.05., KKL). Karten von € 35 - € 135 sind
ab sofort unter 01805 33 24 33 oder unter www.deag.de
erhältlich.
Multitalent André Heller hat anlässlich
ihres kürzlich begangenen 60. Geburtstages ein
großartiges TV-Portrait der Künstlerin erstellt,
eine Hommage an die erfolgreichste Sängerin klassischer
Musik seit Maria Callas. Diese Dokumentation ist am
22.12.2005 um 22:17 h auf arte zu sehen (Wdh. 25.12.05,
15:50 h).
Die Sopranistin Jessye Norman wurde am 15. September
1945 in Augusta, Georgia, geboren. Sie begann schon
in ihrer Kindheit ausgiebig zu singen. Als Tochter eines
Versicherungsagenten und einer Lehrerin erfuhr sie zwar
keine besondere Förderung, konnte aber trotzdem
ein Musikstudium beginnen, das sie 1967 an der Howard-University
in Washington mit Bachelor-Grad abschloss. Erstes Aufsehen
in der Musikszene erregte Jessye Norman 1968, als sie
den angesehenen ARD-Wettbewerb in München gewann.
Die Medien wurden aufmerksam und Norman bekam einen
Dreijahresvertrag als Ensemble-Mitglied der Deutschen
Oper Berlin angeboten. Die junge Frau akzeptierte, gab
ihr Debüt als Elisabeth im "Tannhäuser"
und war bald darauf in weiteren Rollen wie der Gräfin
Almaviva in Mozarts "Le Nozze di Figaro" zu
erleben.
1972 debütierte Jessye Norman als Aida unter
der Leitung von Claudio Abbado an der Mailänder
Scala, war noch im selben Jahr als Kassandra in "Les
Troyens" von Berlioz am Covent Garden in London
zu hören und feierte außerdem den Einstand
auf den Bühnen der USA im Hollywood Bowl. Die folgenden
drei Jahre waren von vielfältiger Konzert- und
Operntätigkeit geprägt. Zu dieser Zeit begann
Norman außerdem, sich auf das Liedrepertoire zu
konzentrieren, das sie sich einst über das Nachsingen
von Aufnahmen Erna Bergers eingeprägt und im Laufe
der Jahre erweitert und perfektioniert hatte. Diese
für sie neue Sparte erwies sich als für ihre
Stimme besonders geeignet und so sang sie bis 1980 keine
weiteren Opern mehr, sondern konzentrierte sich auf
die Welt der Lieder, die sie schrittweise zu einem bemerkenswerten
Repertoire ausweitete. Außerdem beschäftigte
sich Norman ausführlich mit französischen
Komponisten wie Duparc, Poulenc, Fauré und den
Liedern von Mussorgsky, für deren Interpretation
sie extra Russisch lernte.
Von 1981 an baute sie ihre internationale Karriere als
Lied- und Konzert-Sängerin weiter aus, gab regelmäßig
Liederabende bei den Salzburger Festspielen und debütierte
1983 auch an der Met, wiederum als Kassandra in "Les
Troyens". Während der achtziger und neunziger
Jahre war sie an vielen großen Häusern zu
erleben wie der Lyric Opera in Chicago (Debüt 1990
mit Glucks "Alceste"), der Mailänder
Scala, der Wiener Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin
und dem Royal Opera House in London. Sie begeisterte
bei den Festivals in Verbier, Saito Kinen, Aix-en-Provence
und Salzburg.
Jessye Norman gehört zu den wichtigsten
Stimmen der vergangenen drei Jahrzehnte. Sie wurde für
ihre Kunst und ihr humanitäres Engagement 1997
mit dem United States Kennedy Center Honor ausgezeichnet.
Außerdem bekam sie mehrere Ehrendoktorhüte
verliehen. In ihrer Heimatstadt Augusta wurde ein Amphitheater
nach ihr benannt. Sie gewann außerdem viermal
den Grammy, 1986 für ihre Aufnahme der Lieder von
Maurice Ravel ("Best Classical Vocal Soloist performance"),
1988 als Solistin der prämierten "Lohengrin"
-Interpretation von Sir Georg Solti, 1989 im Rahmen
von James Levines "Walküre" und zuletzt
1998 zusammen mit Pierre Boulez für dessen Einspielung
von Bartóks "Herzog Blaubarts Burg".
|